Eine Wurmkur sollte nur bei Befall angewendet werden. „Vorbeugende“ Wurmkuren funktionieren leider nicht.
Es gibt immer noch Tierhalter, die ihren Hund regelmäßig alle 3 Monate entwurmen, was das Gleichgewicht im Darm erheblich stören und beispielsweise zu Erbrechen, Durchfall, Juckreiz bis hin zu Nieren- bzw. Leberproblemen führen kann.
Wir müssen ganz klar unterscheiden, ob es sich beim Befall um Bandwürmer oder Rundwürmer handelt.
Dies kann nur anhand einer Kotuntersuchung festgestellt werden, am besten durch eine Sammelkotprobe beim Tierarzt (3-4 Kotproben). Dabei wird geprüft, ob der Hund Wurmeier ausscheidet. Wenn Wurmeier gefunden werden, ist ein Wurmbefall sicher nachgewiesen.
Ein Befall mit Bandwürmern ist immer behandlungspflichtig, Rundwürmer können auch ein Immuntraining für den Hund sein, aber nur bei geringem Befall.
Beispiele für Rund- oder Fadenwürmer:
Spulwürmer (Ascaris)
Hakenwürmer (Ancylostoma, Necator)
Peitschenwürmer (Trichuris vulpis)
Madenwürmer (Enterobius vermicularis)
Für die Behandlung eines Wurmbefalles sollte man auf erprobte Mittel zurückgreifen, wie beispielsweise Panacur (Wirkstoff Fenbendazol) oder Mebendazol (Wirkstoff Immidabendazol). Diese Mittel wirken nicht systemisch, Panacur wirkt nur um Darm und wird bei von IBD/IGOR betroffenen Hunden meist viel besser vertragen als systemisch wirkende Mittel.
Bei Giardien hilft oft auch die altbewährte Morosuppe. Sie enthält Oligosaccharide, die auf der Darmwand eine Schicht bilden und den Giardien so den Halt erschweren.
Bei starken Problemen wie beispielsweise massivem oder längerfristig anhaltendem Durchfall aber immer zum Tierarzt!
Eine Ernährung mit einem Futter der IBDerma-Linie und die Anwendung des kompletten Ernährungssystems gemäß Ernährungsplan ist die dauerhaft wohl wirklich zielführende Vorbeugung.