Unsere Wahrnehmung zum Istzustand des derzeitigen tiermedizinischen Vorgehens

Seit mehr als 30 Jahren forschen und therapieren wir nun hinsichtlich IBD/IGOR und „Allergien“ (die oft genug gleichzeitig bei betroffenen Hunden auftreten) zielorientiert mit erfreulichem Erfolg und müssen leider nach wie vor feststellen:

IBD-Hunde werden überdiagnostiziert / untertherapiert
  • Folgenschwere Überdiagnostik aus Hilflosigkeit
  • frustrierende Therapieresistenz
  • oft endlich fälschlicherweise als austherapiert angesehen…

Es ist frustrierend, welch langen Leidensweg offenbar viele IBD-Hunde und damit natürlich auch ihr/e Besitzer/in hinter sich haben.
Es ist für uns erschreckend, welche Tierarztkosten durch die Irrtümer der IBD/IGOR-Diagnostik für manche Hundebesitzer/in faktisch entstehen, bevor sich die Betroffenen letztendlich an uns wenden. Hier ein kleiner Einblick in unsere Statisik, basierend auf der Auswertung unseres Fragebogens, Stand Oktober 2023. Wir erwähnen hier aus Datenschutzgründen nur den jeweiligen Namen des Hundes sowie die von Herrchen/Frauchen angegebenen bisherigen Tierarztkosten, natürlich nur ein Bruchteil der gesamten Fälle (derzeit mehr als 7700):

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Weitere Beispiele Tierarztkosten bei Hunden aus unserer Statistik:

Romy 20.000 €, Camille 15.000 €, Marla 12.000 €, Sunny 12.000 €, Jogie 12.000 €, Aliyah 10.000 €, Fibi 10.000 €, Theo 10.000 €, Murphy 10.000 €, Leam 10.000 €, Jimmy 10.000 €, Susi 9.000 €, Dali 8.000 – 9.000 €, Dashka 8.000 €, Happy 8.000 €, Krümel 7.000 CHF, Duman 7.000 €, Jimmy 6.500 €, Dexter 6.000 € aufwärts, Leanna 6.000 €, Neema 6.000 €, Rakete 6.000 €, Aethan 6.000 €, Tavi 6.000 €, Xzibit 6.000 €, Rocky 6.000 €, Sammy 6.000 €, Josy 5.000 €, Ani 5.000 €, Jack 5.000 €, Suey 5.000 €, Simba 4.000-5.000 €, Peanut mehr als 4.500 €, Misty 4.500 €, Frieda 4.500 €, Trixie 4.500 €, Sunny 4.500 €, Willy 4.500 €, Oreo 4.500 €, Bodo mehr als 4.000 €, Hugo 4.000 €, Odin 3.500 €, Arco ca. 3.500 €, Anouk 3.500 €, Paul 3.000 €, Djinny 2.500 – 3.000 €, Lana 2.800 €, Johnny 2.800 €, Benji 2.800 €, Bruno 2.500 €, Elli 2.500 €, Anton 2.500 €, Cury 2.500 €, Shaila ca. 2.000 €, Leitzi 2.000 €, Tessino 2.000 €, Edda 1.800 €, Wally 1.800 €, Leo 1.800 €, Mogli 1.800 €, Kira 1.800 €, Leo 1.800 €, Emma 1.500 €, Justus 1.500 €, Pia 1.500 €, Money 1.500 CHF, Daisy 1.500 €, Pico 1.500 €, Taty 1.500 €, Paul 1.000 – 1.500 €, Lola 1.000 €, Holly 1.000 €, Jason 1.000 €, und viele weitere …..

Wie kann das sein? Wir verstehen es nicht. Selbst nachweislich informierte Praktiker übernehmen das 3D-Konzept nicht…

Warum wird IBD/IGOR oft nicht erkannt?

IBD/ IGOR (oder auch CGE, CHRONISCHE GASTROENTEROPATHIE) hat viele Spielformen und schillernde Erscheinungsbilder, was die klassische Diagnostik oft sehr erschwert. Deshalb möchten wir Sie gerne auf Folgendes hinweisen:

Die folgenschweren Irrtümer bei IBD/IGOR-Diagnostik

1. Unrichtige Labor-Interpretation
  • Nicht zielführende Screenings/Suchprofile, oft wiederholt…
  • AP-Wert ist erhöht… Schluss: der Hund hat eine primäre Cholezystitis (Entzündung der Gallenblase)
  • Pankreasenzyme (cPLI erhöht = Der Hund hat eine Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Albumin/Gesamtprotein erniedrigt: „leaky gut“ statt Teilbefund von IGOR…

Infos, wie es zu den erhöhten Werten bei IBD/IGOR kommt, finden Sie hier.

  • Folatmangel – wird substituiert
  • Vitamin B12 -Mangel – wird substituiert 🤔, anstatt Mikrobiom besser zu ernähren, somit IGOR zu bessern

Bild von Freepik

2. Unnötige, nicht zielführende Analysen
  • Beispiel: pH Metrie mittels Kapselmessung im Magen
2. Leit-Symptome des IBD-Hundes werden nicht korrekt erkannt
  • Gebetsstellung des Hundes (schmerzbedingt) wird als Hinweis auf Pankreatitis gesehen, nicht als Hinweis auf IGOR, Schmatzen, Leerschlucken, manisches Selbst-Beknabbern…
  • PICA-Syndrom/licky fit: als eigene, unklare Krankheiten gesehen, nicht als Hinweis auf IGOR
3. Unpassende Ernährungsweisen führen zu Problemen

Eine zunehmende Haut- und Darmempfindlichkeit der Hunde ist seit Jahrzehnten tierärztlicherseits objektiv festzustellen. Dies kann ernährungsbedingt an mehreren Faktoren liegen:


Fütterung Extruderfutter
Herkömmliches Extruderfutter wird

  • sterilisiert
  • sehr hoch erhitzt (bis 150°)
  • hohem Druck ausgesetzt

Dadurch kann sich die Grundsubstanz unkontrolliert verändern / zerstört werden. Das Ganze schmeckt auch nicht mehr. Dem wird mit aufgespühten „Coating“ entgegengewirkt, künstliche Geschmacksstoffe und Vitamine werden hinzugefügt.

Nach jeder Nahrungsaufnahme erfolgt eine moderate „normale“ Entzündung im Körper, da JEDES aufgenommene Protein mehr oder weniger körperfremd ist. Es ist zudem um so fremder, je mehr es bearbeitet wurde, was ggfls. die negative Reaktion des Hundes auf die Nahrung erheblich verstärken kann.


Hydrolisierte Futterquellen
Bei hydrolisiertem Hundefutter werden die Proteine aufgespalten, wobei Mikrobestandteile zerstört werden. Plötzlich kann der Hund auch beispielsweise Hundenahrung mit Geflügel fressen, es tritt keine allergische Reaktion mehr auf, da das Immunsystem die Eiweißquelle nach einer Hydrolisierung nicht mehr erkennen kann. Bei diesen Herstellungsprozess ist es meist nötig, künstliche Aromastoffe hinzuzufügen, da die Proteine nach der Hydrolisierung sehr bitter schmecken. Oft kommen bei diesem Verfahren sehr minderwertige Eiweiße zum Einsatz.
Gerade hydrolisierte Futterproteinquellen frustrieren erst nach Wochen mit erneuten Rückfällen wie z.B. Durchfällen des Hundes, nachdem das Immunsystem endlich erkannt hat, dass es technisch unterlaufen werden sollte.


Dosennahrung
Auch bei Dosennahrung werden, herstellungs-technologisch bedingt durch Hitze und Druck, Inhaltsstoffe der wertvollen Rohstoffe zerstört.


Nicht artgerechte Ernährung des Hundes

  • Fokussierung auf hohen Fleischanteil, möglichst aus Muskelfleisch
  • Vernachlässigung der anderen wertvollen Anteile wie Sehnen (hoher Collagenanteil) und Innereien (wertvolle Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente)
  • Verfütterung unpassender Leckereien wie Kauartikel, Knabberstangen, Leberwurst….
  • Verwendung ungeeigneter Kohlenhydratquellen, bei von IBD/IGOR betroffenen Hunden kann die Fütterung von Kartoffeln, Getreide, Reis oder auch Nudeln zu Problemen führen

Wir sind überzeugt:
Nur durch low-tech Slow Food, nicht durch high-tech Fast Food/-Flips/ Vollkonserve kann man einen Hund gesund erhalten / wieder gesund bekommen.

4. Übliche Medikation für den IBD-Hund
  • Antibiotika und Cortison werden eingesetzt – statt Therapiepuzzle
  • Cortison wie Prednisolon wirkt systemisch, leider nicht!-dünndarm-fokussiert – wie Budesonid
  • Betroffene Hunde erhalten Metronidazol – statt schlauer präbiotischer Diätetik nach dem MIKROBIOMAX-Merksatz: Nicht nur S²´FERCKL² magSM
5. Erkrankungen und Befall
  • Giardien werden als Ursache, nicht als Symptom angesehen
  • Nur eine Gastritis wird diagnostiziert, nicht aber die dahinterstehenden 3D-Problematik von IBD/ IGOR
  • epileptiforme Anfälle können IGOR-Teilsymptom sein